Informationen über die Myokardszintigraphie

Myokardszintigraphie

Warum die Untersuchung?

Das Untersuchungsprinzip

Die Vorbereitung

Durchführung der Untersuchung

Nach der Untersuchung

Myokardszintigraphie

Untersuchung der Durchblutung des Herzmuskels mit einem radioaktiven Isotop

Ihr Arzt hat Ihnen die Durchführung einer Myokardszintigraphie empfohlen.
Hiermit kann die Durchblutung des Herzmuskels beurteilt werden. Dazu wird eine gering radioaktive Substanz in eine Vene gespritzt, die über die Herzkranzgefäße in den Herzmuskel gelangt. Die radioaktive Strahlung wird dann über dem Herzen gemessen. Aus der Verteilung dieser Strahlung im Herzen lassen sich Durchblutungsstörungen des Herzmuskels und abgelaufene oder sogar drohende Infarkte sichtbar machen.
Unverträglichkeiten oder Risiken treten dabei nicht auf.

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Warum die Untersuchung?

Durch Ihre Beschwerden oder die bei Ihnen erhobenen Befunde besteht der Verdacht auf eine koronare Herzerkrankung. Da die Myokardszintigraphie für die Diagnose einer KHK nicht nur empfindlicher, sondern auch spezifischer als das Belastungs-EKG ist, soll hiermit der Verdacht bestätigt oder ausgeschlossen werden. Anschließend kann die weitere Vorgehensweise geplant werden, z.B. Koronarangiographie, PTCA (Ballonaufdehnung) oder auch nur eine medikamentöse Therapie.

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Das Untersuchungsprinzip

Eine radioaktive Substanz (Technetium / Halbwertszeit 6 Stunden), deren Menge für den Menschen ungefährlich ist, wird in eine Vene eingespritzt. (Die Strahlenbelastung durch die radioaktive Substanz entspricht in etwa der eines Röntgen-CT von Brust oder Bauch).
Sie hat die Eigenschaft, dass sie sich nur in lebendem Herzmuskelgewebe anreichert. Die mit einem Geigerzähler (Kamera) über dem Herzen gemessene Radioaktivität wird mit einem Computer in ein Abbild des Herzens umgewandelt. Aus der Stärke und der Verteilung der Strahlung im Herzen lässt sich entscheiden, wo die Durchblutungsstörung des Herzmuskels lokalisiert ist und wo es sich um Bereiche des Herzmuskels handelt, die z.B. nach einem Herzinfarkt als Narbengewebe umgewandelt sind.

normale Durchblutung Durchblutungsstörung verengtes Herzkranzgefäß

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Die Vorbereitung

Die Untersuchung wird in der Regel vormittags nüchtern durchgeführt.

Die erforderliche Einnahme der Medikamente sollte nach Absprache mit dem Arzt erfolgen.

Auf bequeme Kleidung und Schuhwerk ist zu achten.

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Durchführung der Untersuchung

Die Untersuchung darf nur von einem Arzt, der die Zulassung für den Umgang mit radioaktiven Substanzen hat (Nuklearmediziner), durchgeführt werden.
Wie bei einem Belastungs-EKG wird eine stufenweise Belastung durchgeführt bis entweder Beschwerden (Brustschmerzen, Engegefühl u.ä.) auftreten oder die geplante Belastungsgrenze erreicht ist. Kurz vor Belastungsende wird die radioaktive Substanz über eine vorbereitete Kanüle in die Vene eingespritzt.
Nach ca. 2 Stunden wird mit der Kamera die Radioaktivität über dem Herzen aufgezeichnet. An einem anderen Tag erfolgt die gleiche Prozedur ohne Belastung. Aus dem Vergleich der durch den Computer erzeugten Aktivitätsabbilder können die Ausdehnung von Infarkten oder Durchblutungsstörungen und ihre Lokalisation nachgewiesen werden.

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Nach der Untersuchung

Besondere Maßnahmen nach der Untersuchung sind nicht erforderlich. Wie immer sind alle Veränderungen in Ihrem Befinden
unverzüglich dem Arzt mitzuteilen (z.B. Brustenge oder Brustschmerzen).
Es dauert in der Regel einige Tage bis das Untersuchungsergebnis Ihrem Arzt vorliegt.
Auf der Grundlage dieses Ergebnisses kann er eine genauere Diagnose Ihrer Herzerkrankung stellen und wird Ihnen möglicherweise weiterführende Untersuchungen vorschlagen.

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Diese Informationen sind kein Ersatz für fachärztliche Betreuung. Diagnose und Behandlung sind nur von Ihrem Arzt vorzunehmen.